So läuft die Gründung ab
- Sie schreiben uns per WhatsApp oder E-Mail: Staatsangehörigkeit, wo Sie wohnen und was die Firma machen soll. Mehr brauchen wir am Anfang nicht.
- Sie bekommen einen schriftlichen Plan mit Rechtsform, Unterlagen und allen Kosten, dazu Mandatsvertrag und Rechnung auf den Namen des Anwalts. Bezahlt wird per Überweisung, nicht in bar und nicht an Privatpersonen.
- Vollmacht beim Notar. Wir schicken Ihnen den fertigen Text. In Deutschland und der Schweiz kommt nach der Beglaubigung die Apostille dazu. In Österreich reicht der Notar, weil ein Abkommen mit Serbien die Apostille erspart. Die Originale schicken Sie per Kurier nach Belgrad.
- Eintragung beim APR. Wir lassen die Vollmacht von einem beeidigten Übersetzer übersetzen und reichen alles beim serbischen Handelsregister (APR) ein. Meist fünf Werktage nach Eingang der Originale ist die Firma eingetragen, mit Steuernummer (PIB). Den Auszug erhalten Sie auf Englisch.
- Bankkonto. Für das Geschäftskonto will die Bank den Geschäftsführer in der Regel einmal persönlich sehen. Wir bereiten die Unterlagen vor, buchen den Termin und gehen mit. Die Entscheidung trifft die Bank.
Was es kostet, ehrlich gerechnet
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Unser Honorar für die Gründung | 370 € |
| Beeidigte Übersetzung der Vollmacht | 40 € pro Vollmacht |
| Notar und Apostille in Ihrem Land | nach dortigem Tarif |
| Staatliche Gebühr beim APR | laut APR-Tarif |
| Geschäftsadresse in Belgrad, mit „beli karton“ | 480 € / Jahr |
| Buchhaltung (einfache Fälle) | ab 100 € / Monat |
Das Mindeststammkapital einer d.o.o. liegt bei 100 Dinar, also unter einem Euro. Es ist kein Hindernis. Für jede staatliche Gebühr bekommen Sie eine Quittung.
Zur Geschäftsadresse: Der „beli karton“ ist die polizeiliche Meldung Ihrer Adresse in Serbien. Serbische Banken verlangen ihn, wenn ein Ausländer ein Geschäfts- oder Privatkonto eröffnet. Bei unserer Adresse ist er dabei, bei vielen reinen Adressanbietern nicht.
Steuern: die Zahlen, und der Punkt, den viele übersehen
Die serbische d.o.o. zahlt 15 % Körperschaftsteuer. Auf Löhne fallen 10 % Lohnsteuer plus Sozialabgaben an, auf ausgeschüttete Gewinne 15 % Quellensteuer, soweit ein Doppelbesteuerungsabkommen nichts anderes vorsieht. Mit Deutschland gilt das Abkommen aus jugoslawischer Zeit weiter, Österreich und die Schweiz haben eigene Abkommen mit Serbien.
Der Punkt, den viele übersehen: Wird die Firma tatsächlich aus Deutschland geführt, kann das Finanzamt den Ort der Geschäftsleitung in Deutschland sehen und die Gewinne dort besteuern. Eine serbische Firma lohnt sich deshalb vor allem, wenn Sie wirklich hierher ziehen oder hier echte Geschäftstätigkeit haben. Das klären wir in der ersten Antwort, zusammen mit Ihrem Steuerberater.
Wann es passt, und wann nicht
Es passt für Freelancer und Gründer mit eigenem Einkommen, die nach Serbien ziehen, für Unternehmen, die hier ein Team aufbauen, und für alle, die eine Basis außerhalb der EU, aber in derselben Zeitzone wollen.
Es passt nicht, wenn die Firma nur auf dem Papier existieren soll, während Sie in Deutschland wohnen und arbeiten. Das sagen wir Ihnen lieber vorher als nachher.
Allgemeine Informationen, keine Steuer- oder Rechtsberatung für Ihren Einzelfall. Stand: Oktober 2026.